April 1, 2019

Das Aus für Google+

Alphabet, der Mutterkonzern von Google, hatte das Aus für das Netzwerk im Herbst 2018 bekannt gegeben. Grund für die Abschaltung ist zumindest offiziell nicht die relative Erfolglosigkeit des Dienstes, sondern mehrere Datenpannen, die nach Angaben von Google ab März 2018 entdeckt und geschlossen wurden. App-Entwickler konnten unter anderem über die API auf Namen, die E-Mail-Adressen sowie – falls angegeben – auf das Geschlecht und das Alter von Nutzern zugreifen.

Der wichtigste Termin ist der 2. April 2019: Dann ist kein Zugriff mehr auf Nutzerprofile mitsamt den Fotos, Videos und andere Inhalte möglich – auch nicht für die Person, die das Profil angelegt hat. Google will gleichzeitig damit anfangen, die Daten nach und nach zu löschen.

Bereits vor dem endgültigen Aus wird es auf Google+ immer mehr Beschränkungen geben. Ab dem 4. Februar können Kunden keine neuen Profile, Gruppen oder Veranstaltungen mehr anlegen. Ein weiterer wichtiger Stichtag ist der 7. März 2019, ab dem es nicht mehr möglich sein wird, Kommentare auf Drittseiten mit Hilfe von Google+ zu veröffentlichen; auf Blogger steht diese Funktion bereits ab dem 4. Februar nicht mehr zur Verfügung. Kommentare werden parallel zu den Profilen ab dem 2. April gelöscht. Ab dem 7. März werden auch die meisten anderen Schnittstellen nach und nach heruntergefahren.